Gemeinsames Singen, Tanzen und Musizieren standen beim freundschaftlichen Treffen der Volkstanzgruppe Eyrs mit den Menschen in Szulok im Vordergrund.


Ende Oktober verbrachten Mitglieder der Volkstanzgruppe Eyrs gemeinsam mit der Glieshofmusi und mit zwei Paaren von der Volkstanzgruppe Prad einige Tage in Szulok. Diese Gemeinde, in der noch Nachkommen der um 1770 angesiedelten Schwaben leben, liegt in der südlichen ungarischen Tiefebene ca. 15 km von der kroatischen Grenze entfernt, die durch die Drau markiert wird. Viele Familiennamen sind noch deutsch und die deutschen Lieder und Tänze mit slawischem Einfluss werden vom Gesangsverein und der Trachten- und Volkstanzgruppe gepflegt und erhalten. Durch die früher sehr isolierte Lage, hat sich vieles von der schwäbischen Kultur erhalten, obwohl die Menschen eine wechselvolle und vor allem harte Vergangenheit erleben mussten.

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Gemeinsam feierte man mit einem Gottesdienst auch den Kirchtag in Szulok, dessen Kirchenpatrone die heiligen Simon und Judas Thaddäus sind. Im Kulturhaus wurde dann noch mit Jung und Alt bis spät in den Abend gefeiert, gesungen und getanzt. Obwohl die Menschen in Szulok in sehr einfachen Verhältnissen leben, wurden die Gäste aus dem Vinschgau besonders herzlich aufgenommen und freundschaftlich betreut. Die Volkstanzgruppe Eyrs ist nun bemüht alles zu unternehmen, um den Freunden aus Szulok einen Gegenbesuch im Vinschgau zu ermöglichen. Vielleicht können sie Gäste beim Kulturfest Marmor und Marillen Anfang August sein.

Reinhard Zangerle